Von der Gaspreiserhöhung bis zum neuen Gasanbieter: Der Weg

Hohe Gaspreise

Immer wieder erhöhen die Gasanbieter die Preise und viele fühlen sich diesen einfach ausgeliefert. Doch wenn der Anbieter die Preise erhöht, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Hier sollte sofort gehandelt werden, denn es geht auch anders.

Vor allem sollten keine langfristigen Verträge abgeschlossen werden, da gerade hier immer ein Aufschlag nach dem ersten Jahr im Vertrag steht. Zwar kann der Preis im ersten Jahr sehr günstig sein, aber das ist dann im zweiten Jahr nicht mehr der Fall.

Bei Preiserhöhung selbst kündigen

Falls ein Wechsel vorgenommen werden soll, dann ist es immer sicherer, den alten Vertrag selbst zu kündigen. Auch wenn dann innerhalb der 2 Wochen noch kein neuer Anbieter gefunden wurde, darf das Gas nicht einfach abgestellt werden. Allerdings ist es nicht schwer, einen günstigeren Anbieter zu finden. Hierbei helfen die verschiedenen Vergleichsportale im Internet. Hier sollten auch Voreinstellungen nicht übernommen werden, da hier ansonsten wirklich gleich ein Vertrag über 2 Jahre voreingestellt wurde. Lieber die Angaben selbst ausfüllen und dann suchen lassen. Wichtig ist der jährliche Gesamtverbrauch, denn dieser wird benötigt, um einen fairen Preis zu finden. Hier können Sie mehr zum Thema Gasvergleich erfahren.

Im Normalfall kündigt der neue Gasanbieter

Natürlich kann ein Gasanbieter nicht nur gewechselt werden, wenn dieser die Preise erhöht. Daher ist es besser, wenn schon so früh wie möglich ein neuer und vor allem günstigerer Gasanbieter gesucht wird. Ist dann einer gefunden, dann einfach den Antrag ausfüllen. Danach übernimmt der neue Anbieter auch die Kündigung und kümmert sich um alles. Leider kann dies ein wenig länger dauern und beim Sonderkündigungsrecht kann dies nur innerhalb von 14 Werktagen erledigt werden. Daher dann in diesem Fall die Kündigung lieber selbst vornehmen, damit der Wechsel nachher auch reibungslos vonstatten geht. Wird der Termin versäumt, dann muss der neue Preis bezahlt werden und das will in dem Fall niemand.

Alter Gasanbieter muss liefern

Auch wenn es Verzögerungen mit einem neuen Gasanbieter geben sollte, muss der alte Anbieter weiterhin liefern. Dies auch ohne Vertrag, allerdings kann er hier einen höheren Preis verlangen. Der Antrag für den neuen Gaslieferanten kann über das Internet gemacht werden. Danach kommen dann die Unterlagen noch mit der Post nach Hause. Nachdem der Vertrag dann unterschieben ist, einfach an den neuen Anbieter senden. Denn ohne die Unterschrift geht auch in Zeiten des Internet nichts. Danach kann dann mit den neuen Anbieter Geld gespart werden.

Wichtige Schritte beim Wechsel

  • Bei Sonderkündigung selbst innerhalb 14 Tage selbst kündigen (Musterbriefe)
  • In verschiedenen Vergleichsportalen einen neuen Anbieter suchen
  • Antrag einfach online Ausfüllen
  • Vertrag unterschreiben und dann mit der Post zurücksenden

Wer diese Schritte berücksichtigt, der wird beim Wechsel des Gasanbieters keine Probleme haben. Denn nicht jede Preiserhöhung muss hingenommen werden. Vor allem können Verbraucher so doch noch Einfluss auf die Gaspreise nehmen, einfach durch einen Wechsel bei einer Preiserhöhung.

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