Kfz-Versicherung: Was tun bei Preiserhöhung?

Auto Geldstücke

Wenn die KFZ Versicherung die Preise erhöht und die Prämie somit verteuert, muss der Kunde sich damit nicht abfinden und hat Möglichkeiten zu kündigen. Bei einer Preiserhöhung innerhalb des Versicherungsjahres ist es möglich, außerordentlich zu kündigen und nicht auf die Kündigungsfrist zum Jahresende zu warten. Aber auch bei einer Ankündigung zur Erhöhung der Preise kann der Versicherungsnehmer sofort reagieren und sich für einen anderen Versicherer entscheiden.

Die Preiserhöhung muss nicht akzeptiert werden

Vor allem wenn die Erhöhung der Prämie ohne vorangegangenen Schaden des Versicherungsnehmers generiert wird ist der Ärger groß. Hier lohnt sich ein sofortiger Vergleich verschiedener Angebote und ein Wechsel, der durch die außerordentliche Kündigung auch innerhalb des Versicherungsjahres generiert werden kann.

Damit der Versicherer das Kündigungsschreiben akzeptiert und den Versicherungsnehmer aus dem Vertrag entlässt, muss dieser folgende Fakten beherzigen:

  • Kündigung formgerecht und mit einem angemessenen Kündigungsrahmen schreiben
  • Absendung per Einschreiben
  • Grund der Kündigung benennen
  • neuen Versicherer nachweisen, handelt es sich um einen Versicherungswechsel
  • die Kündigung mit der Unterschrift bestätigen.

Nur wenn alle Punkte und die Form der außerordentlichen Kündigung eingehalten wurden, muss der Versicherer diese akzeptieren und wird dem Versicherungsnehmer ein Schreiben zur Kenntnisnahme zustellen lassen. Oftmals erhöhen KFZ Versicherer ihre Tarife für den Versicherungsnehmer grundlos und sorgen so für eine Basis, anhand derer sich der Versicherungsnehmer neu orientieren und für eine andere KFZ Versicherung entscheiden kann.

Nicht auf Diskussionen mit der Versicherung einlassen

Hat der Versicherungsnehmer die Kündigung abgesendet und hierbei die gesicherte Form des Einschreibens gewählt, muss er sich mit dem Versicherer nicht auf Diskussionen um den Erhalt oder eine Inakzeptanz der Kündigung einlassen. Manche Versicherer lehnen die außerordentliche Kündigung ab und wollen den Versicherungsnehmer bis zum Ablauf der regulären Kündigungsfrist binden. In diesem Fall kann der Versicherungsnehmer juristische Hilfe in Anspruch nehmen und die Diskussion mit der KFZ Versicherung auf eine Korrespondenz mit dem Anwalt auslagern. Dieser hat meist innerhalb kurzer Zeit Erfolg und kann die frohe Kunde von der akzeptierten Kündigung überbringen. Auch in seltenen Fällen geforderte Ausgleichszahlungen muss der Versicherungsnehmer nicht leisten, sofern er die außerordentliche Kündigung aus einem triftigen Grund wählt und dem Versicherer darüber umgehend Mitteilung macht.

Fazit: Erhöht der KFZ Versicherer die Prämie, hat der Versicherungsnehmer jederzeit die Möglichkeit zu einem Versicherungswechsel. Auch wenn der bisherige Versicherer die Kündigung nicht akzeptieren möchte schreibt das Gesetz vor, dass er diese akzeptieren muss. Notfalls kann ein Kunde einer Versicherung mit weniger positivem Kundenservice auf juristischen Beistand vertrauen und so sein Recht erhalten.

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