KfW startet neues Förderprogramm: “Kommunale Energieversorgung”

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat angekündigt, dass sie zum 1. Juni dieses Jahres ein neues Förderprogramm im Bereich Energieversorgung auflegen wird. Ziel des Programms ist es laut Angabe der Bankengruppe, Investoren zu unterstützen, die eine Effizienzsteigerung kommunaler und regionaler Energieversorgung anstreben bzw. auf erneuerbare Energieträger umstellen wollen.

Art der Förderung

Kommunen und kommunale Unternehmen erhalten auf Antrag zinsverbilligte Darlehen. Laut KfW-Angaben kann die Laufzeit für die Kredite bis zu 30 Jahre betragen, davon bis zu 5 Jahre tilgungsfrei und 10 Jahre mit fester Zinsbindung. Der Finanzierungsumfang kann bis zu 100 Prozent der Kosten für ein Projekt abdecken, höchstens aber 50 Millionen Euro. Die Kredite können innerhalb von 12 Monaten nach der Zusage entweder komplett oder in individuell wählbaren Teilbeträgen abgerufen werden. Die Laufzeitstaffelung im Einzelnen:

  • bis zu 10 Jahre: 1-2 tilgungsfreie Jahre
  • bis zu 20 Jahre: 1-3 tilgungsfreie Jahre
  • bis zu 30 Jahre: 1-5 tilgungsfreie Jahre

In den tilgungsfreien Jahren fallen nur die Zinsen an. Danach fallen quartalsweise gleich hohe Rückzahlungsraten zuzüglich Zinsen an. Sicherheiten sollen die Investoren mit ihren jeweiligen Hausbanken vereinbaren.

Projekte, die gefördert werden

Für drei verschiedene Bereiche stellt die KfW die Fördermittel des Porgramms bereit:

  1. Stromerzeugung: Investitionen für den Neubau oder die Umrüstung von Gas- und Dampfkraftwerken und gasbetriebene Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung.
  2. Ausbau und Modernisierung der Verteilnetze zu sogenannten intelligenten Stromnetzen mittels modernster Informations- und Kommunikationstechnologien.
  3. Der Aufbau dezentraler Energiespeicher, zum Beispiel Druckluft- und Wasserstoffspeicher, und intelligenter Mess-Systeme.

Gründe für das Förderungsprogramm

Nach Schätzungen der KfW könnte schon im Jahr 2020 der Fall eintreten, dass durch Schwankungen bei der Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien die Kapazitäten in Deutschland nicht mehr ausreichen, um den Strombedarf zu decken. Dem wolle man durch das neue Förderprogramm gezielt entgegenwirken. Laut Dr. Axel Nawrath, Mitglied im KfW-Vorstand, kommt den Stadtwerken und anderen regionalen Energieerzeugern eine besondere Bedeutung zu, und deshalb werden diese mit dem Programm “Kommunale Energieversorgung” speziell gefördert.

Auch der Verband kommunaler Unternehmen sieht dringenden Handlungsbedarf. Die Kraftwerksleistung muss nach Aussage des Verbandes bis 2025 um mindestens 21 Gigawatt erhöht werden. Dazu komme ein notwendiger Ausbau und eine Modernisierung der Verteilnetze in Höhe von 25 Milliarden Euro bis 2030.

Sie wollen mehr zu dieser und andere Fördermittel wissen? Fragen & Antworten zur Kfw Bank gibt es bei finanzfrage.net.

Quellen: green-economy.de und kfw.de

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