Strompreise steigen: 60 Euro mehr pro Jahr

Nach aktuellen Informationen sollen im Rahmen eines neuen Umlageverfahrens der EEG zur Förderung erneuerbarer Energien die Strompreise um circa ein Drittel angehoben werden. Für eine deutschen Familienhaushalt würde das zusätzliche Kosten von bis zu 60 Euro bedeuten.

Und die Strompreise klettern weiter. Foto: © Kathrin39 - Fotolia.com

Erhöhung um bis zu 1,6 Cent erwartet

Die Wirtschaftszeitung “Handelsblatt” beruft bei der Weitergabe dieser Informationen auf das unmittelbare Umfeld der Netzbetreiber. Demnach soll die bisherige Abgabe von 3,59 Cent auf einen Betrag zwischen 4,8 bis 5,2 Cent pro Kilowattstunde angehoben werden. Bisher wollten die Netzbetreiber eventuell vorhandene Informationen über eine neue EEG-Umlage weder bestätigen noch dementieren.

Erst im Herbst solle über eine Anpassung einer EEG-Umlage entschieden werden, so die jeweiligen Netzbetreiber. Andere Nachrichtenagenturen wie zum Beispiel die DAPD begründen die Erhöhung der Umlage mit dem raschen Ausbau von Sonnen- und Windenergieanlagen sowie auffällig niedrige Preise an den Strombörsen.

Anbieter und Bundesregierung unter Druck

Einigen Unternehmen aus dem Markt für erneuerbare Energien sowie der Bundesregierung selbst dürfte die Veröffentlichung dieser Information wohl unter Druck bringen. Erst kürzlich haben sich einige regionale und überregionale Stromanbieter für die Beibehaltung der derzeit geltenden Strompreise ausgesprochen. Ebenso lies Angela Merkel bereits im Jahr 2011 verlauten, dass mit einer Erhöhung der EEG-Umlage nicht zu rechnen sei.

Zudem wurde für April 2012 die Kürzung der Förderung für Solaranlagen durch die schwarz-gelbe Regierungskoalition beschlossen. Vor deren endgültiger Durchsetzung muss allerdings zunächst der Bundesrat diesem Vorhaben zustimmen.

Innovative Plattform startet unter keinem guten Stern

Die noch recht neue “Plattform Erneuerbare Energien” dürfte in seiner Agenda dieses Thema mit großer Wahrscheinlichkeit enthalten. Bundesumweltminister Norbert Röttgen selbst hat zahlreiche Vertreter der Wirtschaft aus dem Bereich der erneuerbaren Energien sowie Vertreter aus allen politischen Ebenen des Bundes und Landes auf diese neue Plattform eingeladen. Die “Plattform Erneuerbare Energien” soll sich im Kern mit dem günstigen sowie schnellen Ausbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien befassen. Hierbei soll eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft forciert werden.

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