Alternative Energien: Experimentierfeld für neuartige Windräder genehmigt

Die Energiewende ist unumkehrbar beschlossen. Der Fokus der Forschung zur Entwicklung von Hochtechnologien richtet sich nun auf Sonne, Wasser und Wind. Neue Anlagen mit großen Kapazitäten und hoher Effizienz sind das Ziel der Ingenieure. Vor der Küste Ostfrieslands wird in den nächsten Jahren eine neue Windkraftanlagentechnologie im Praxiseinsatz getestet, die ersten Vorbereitungen dafür laufen an.

Größe Offshore-Windanlage vor Cuxhaven geplant Foto: © Visions-AD - Fotolia.com

Eine große Offshore-Windanlage vor Cuxhaven wurde genehmigt Foto: © Visions-AD - Fotolia.com

Der Testpark bringt Arbeitsplätze nach Cuxhaven

Die Offshore-Windanlage wurde jetzt durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genehmigt. Bis 2014 soll das Experimentierfeld fertig sein, als Erstes werden 10 neuartige Windräder aufgestellt. In Cuxhaven sorgt dieses Projekt für Arbeitsplätze, die über Jahre sicher sind. Das mit der Ausführung betraute Unternehmen Strabag wird in der Stadt eine Produktionsstätte errichten. Alle Windräder werden dort gefertigt und montiert. Per Schiff transportiert man sie später in den Offshore-Park, wo sie mit innovativer Technik auf dem Meeresboden verankert werden.

Neue Fundamente für einen besseren Umweltschutz

Diese neue Generation von Windkraftanlagen verfügt über schallarme Schwerkraftfundamente. Sie machen das bisher übliche Einrammen in den Meeresboden überflüssig. Die Schallwirkung der Windräder ist deshalb wesentlich geringer als die beim Bau der bisherigen Anlagen. Das reduziert die Störung der Meerestiere durch die Installationsarbeiten erheblich. Die 10 Anlagen sind die ersten dieser Art, die in Deutschland errichtet werden. Der Test dieser neuen Generation von Schwerkraftfundamenten wird von namhaften Forschungsinstituten wissenschaftlich begleitet. Technik und Umweltaspekte stehen gleichwertig im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten. Bestätigen sich Erwartungen in die Neuentwicklung, sollen die Schwerkraftfundamente später in Cuxhaven in Serie gefertigt werden.