Optimierung privater Geldanlagen in unsicheren Zeiten

Eurokrise, Überschuldung, Bankenkrise – diese Begriffe bestimmen die Schlagzeilen der Medien seit Wochen und Monaten. Doch wie kann der Anleger in wirtschaftlich unsicheren Zeiten seine Kapitalanlagen optimieren? Sichere Anlagen gleichen kaum noch die Inflationsrate aus, während andere Investments spektakuläre Zuwachsraten verzeichnen.

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Wie man seine privaten Geldanlagen in unsicheren Zeiten optimieren kann Foto: © Eisenhans - Fotolia.com

Entwicklung der eigenen Anlagestrategie

Vor einer vorschnellen Umstrukturierung und Optimierung der Geldanlagen sind folgende Kriterien zur Bewertung der eigenen Anlagestrategie entscheidend:

  • Anlagehorizont
  • Risikobereitschaft
  • erwartete Rendite
  • erwartete Sicherheit

Ein sicherheitsorientierter Anleger, der einen Großteil seines Vermögens in festverzinslichen Wertpapieren, wie etwa deutsche Staatsanleihen, und einem Sparbuch angelegt hat, ist mit einer plötzlichen Umschichtung in schwankungsanfällige Investments, wie etwa Aktien der Emerging Markets sicher schlecht beraten.

Tagesgeld, Festgeld und Staatsanleihen

Als Bewertungsgrundlage der privaten Kapitalanlage eignet sich die aktuelle Inflationsrate. Sie wird monatlich vom statistischen Bundesamt veröffentlicht. Besitzt der Sparer Anlagen, deren prozentualer Zuwachs unter der durchschnittlichen jährlichen Inflationsrate liegt, erwirtschaften sie netto keinen Gewinn mehr. Dies gilt momentan für das Sparbuch, zehnjährige deutsche Bundesanleihen und für die meisten Tagesgeldkonten. Die hier gewährleistete hohe Sicherheit bezahlt der Anleger mit einer sehr niedrigen Rendite. Festgeldanlagen bieten einen höheren Zinssatz bei vergleichbarer Sicherheit. Abhängig von der Laufzeit erwirtschaften diese Anlagen bis zu 4 Prozent Zinsen jährlich. Nachteil ist, dass das eingelegte Vermögen über einen längeren Zeitraum gebunden ist.

Investitionen in Aktien oder Aktienfonds

Diese Form der Geldanlage eignet sich für Anleger, die bereit sind, für eine höhere Rendite ein höheres Risiko zu tragen. Der Aktienmarkt unterliegt Schwankungen, ist aber sehr transparent. Täglich kann der Sparer die Kurse der Werte verfolgen und gegebenenfalls entsprechend reagieren. Aktien und Aktienfonds können börsentäglich ge- oder verkauft werden, was eine große Liquidität garantiert. Die Renditechance bei dieser Anlageform setzt sich aus der ausgeschütteten Dividende der Unternehmen und der Kursentwicklung an den Märkten zusammen. Lang- bis mittelfristig lag die erwirtschaftete Rendite hier höher als bei festverzinslichen Anlagen.

Materielle Güter und Edelmetalle

Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und bei steigender Inflationsrate setzen viele Investoren auf materielle Güter. Dazu gehören Antiquitäten, Gemälde und Edelmetalle. Gold, Silber und Platin erlebten in den vergangenen Jahren enorme Wertsteigerungen. Die Preise werden von Angebot und Nachfrage an den Märkten bestimmt, doch gibt es bei einem Investment in materielle Güter weder eine Zinsgarantie noch wird eine Dividende gezahlt. Die Rendite wird ausschließlich durch einen Anstieg der Preise am Weltmarkt erzielt.

In der Vergangenheit hat sich oft eine Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen bewährt. Die prozentuale Verteilung der einzelnen Investments richtet sich dabei stets nach dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis und der vorhandenen Risikobereitschaft der Anleger.