Gasanbieter wechseln als Mieter: Probleme?

Der Trend den Gasanbieter zu wechseln geht auch an vielen Mietern nicht vorbei. Allerdings kann dies als Mieter einer Wohnung auch mit erheblichen Problemen verbunden sein. Deshalb ist es wichtig, vor dem Wechsel eines Gasanbieters einige Punkte zu klären und zu beachten.

Grundsätzlich steht es jedem frei, seinen Gasanbieter zu wechseln. Der Vermieter kann dem Mieter nicht verbieten, einen Wechsel des Gasversorgers vorzunehmen. Allerdings ist es nicht in allen Mietswohnungen möglich, eigenständig das versorgende Gasunternehmen umzustellen. Wird die Wohnung, in der als Mieter gewohnt wird, über einen Hausanschluss durch einen Gasanbieter versorgt, kann es durchaus Probleme beim Wechsel geben.

Denn wird der Gasverbrauch der Wohnung nicht über einen separaten Gaszähler registriert, sondern durch Verbrauchszähler an den Heizungen, ist kein eigenständiger Gasanbieterwechsel des Mieters möglich. Dies hängt damit zusammen, dass der Gasanbieter dem Mieter keine einzelne Rechnung schicken kann, sondern die Gesamtrechnung für das Mietshaus direkt über den Besitzer der Immobilie abgerechnet wird. Ähnlich verhält es sich, wenn der Vermieter die Miete inklusive der anfallenden Heizkosten, in Form einer Pauschale, verrechnet.

Trifft keines der oben genannten Probleme zu, so ist ein Wechsel des Gasanbieters durch den Wohnungsmieter möglich. Allerdings sollte dieser nicht wahllos umgestellt werden.

Ein Vergleich der angebotenen Tarife der Gasunternehmen ist von Vorteil, um den günstigsten zu finden. Angst, dass bei einem Wechsel des Gasversorgers die Wohnung eine Zeit lang nicht mit Gas versorgt wird, muss der Mieter allerdings nicht haben.
Der Grundversorger der Stadt oder des Dorfes muss die Gaslieferung während der Umstellung gewährleisten, sodass der Kunde keinen Ausfall in der Gasversorgung hat. Die Änderung übernimmt der neu beauftragte Gasanbieter, wechseln ist somit für den Neukunden nicht mit einem Aufwand verbunden.